Unserem „Adventkranz“ …

… habe ich ein Kaminfeuer eingebaut.

So richtig mit Echtholz. Musste der Gatte extra in Wald gehen und zusammensuchen.

Ich bin ganz stolz auf ihn … ja, auf den Gatten auch, aber gerade meinte ich meinen Adventskranz mit Kaminfeuer.

Ja, er ist puristisch, aber so bin ich nun mal.

Ja, es brennen alle vier Kerzen von Anfang an, aber wir sind schon groß, darum dürfen wir und sie, die Kerzen und außerdem hasse ich Reste, Stummel, Ungleiches und Übriggebliebenes.

Da ich noch keinen Plan …

… für den heutigen Tag habe und meine Hausschlappen vom morgendlichen Gang auf dem Balkon, um dem Gatten aus dem Haus zu winken, damit ich sicher sein zu kann, dass er weg ist, noch nicht trocken sind, habe ich Zeit und Muße zum Bloggen, bis ich einen Plan habe.

Außerdem muss ich euch erzählen, dass ich heute Morgen den Nikolaus erwischt und der Wohnung verwiesen habe, weil er alles vollgetropft hat …

Ja, er sieht schon ein bisschen arm aus, wie er da so im Regen steht, aber ich hatte trotzdem kein Erbarmen.
Warum? Weil er schlampig gearbeitet hat. Die Verpackung der Gaben für den Gatten hat er einfach hingehunzt …

Ich weiß auch warum. Weil er gestern Nachmittag während der Shopping Queen vor dem Fernseher eingeschlafen und immer nur in den Werbepausen und zur Endpräsentation wach geworden ist (ich vermute, dass er nichts wesentliches verpasst hat). Dann kam der Gatte auch noch früher als sonst nach Hause und so musste er sich sputen die Dinge ins Papier geknüllt zu bekommen. Dann lief auch noch der eigentlich geplante Plan schief … das sehr chice karierte Klebeband wollte auf dem ebenso chicen wie grafisch anderem Geschenkpapier nicht kleben, die auserwählten Stifte waren schon ein wenig fertig mit ihrem Stifteleben (aber konnte ich er vorher wissen, dass ich er nachher Stifte braucht? Der Plan war ja ein anderer) und die letzten fünfunddreißig Papiersterne hat er auch vor mindestens zehn Jahren geschnitzt.
Also ist das Ergebnis sehr mäßig bis mittelmäßig scheußlich.

Aber ich vermute, wenn er denn mal rechtzeitig anfangen würde, würde am Ende durchaus etwas hübsches herauskommen. Vielleicht schafft er es im nächsten Jahr rechtzeitig. dann muss ich ihn nicht in die Kälte rausschicken oder es regnet wenigstens nicht.

Da in mir ein Plan gereift ist, verlasse ich jetzt diesen Platz und begebe mich in die Küche und backe Kekse … vielleicht … vielleicht mache ich auch erst einmal KnusperCornFlakes in Schokolade … aber zuerst nehme ich auf jeden Fall den Fisch für die Fischfrikadellen heute Abend aus dem Tiefkühler … auf dem Weg in die Küche könnte ich ein wenig Kloreiniger ins Klo schütten und dann könnte ich mir noch den Staubsauger an den Hintern binden und anmachen … anmachen muss ich auch noch den Strom an des Gattens Schreibtisch, damit sich sein Schlepptop mit Strom vollsaugen kann … vielleicht sollte ich vorher noch ein Paket packen und mich bei meinem neuen Mobilfunkanbieter anmelden … ich glaube, ich haben doch noch keinen Plan … keinen guten Plan … eher einen losen, wild und wirr bekritzelten Zettel … habt einen schönen Nikolaus!

Es ist angerichtet

Da einige unserer geflügelten Besucher mit der Bedienung der Futtersäule …

… nicht klar kommen, habe ich mich von ihnen breit hüpfen lassen und serviere nun auch in einem Blumenuntersatz auf dem Balkonboden.

Nun herrscht hier quasi eine zwei Klassengesellschaft, die aber erstaunlich schnell angenommen wurde.

Die Qualität der Bilder ist so schlecht, weil zum einen die Scheibe dreckig ist und ich zum anderen den Handyzoom bemühen musste …

Die Meisen kommen unten nur kucken und fliegen dann nach oben, um an der Futtersäule Futter zu zocken.

Der Dompfaff hingegen gehört zur Gruppe: Ich stehe lieber in meinem Essen. Und das wenn, dann ziemlich ausdauernd … gibt ja auch immer was zu schauen …

Die Schale steht ganz günstig. So kann er beim Fressen durch die Spalten zwischen den Balkonverblendungen hindurchsehen. Sonst würden vielleicht noch Beschwerden über das matte, undurchsichtige Glas kommen.

Eigentlich ist das am Boden in der Schale Füttern aber blöd. Das Futter wird ständig feucht, bzw. schwimmt bei dem vielen Regen, den wir in letzter Zeit hatten, munter in der Schale herum. Den ersten Satz Meisenknödel, zum Beispiel, hat mir der Regen schon ruiniert …

Nicht nur, dass das Getreide lustig ausgetrieben hat, nee, der ganze Kram ist auch noch geschimmelt … Iiiiiiigittt … schüttel …

Nachdem ich viel hin und her überlegt habe, wie ich das Wasser nicht in die Schale bekomme und dieses Problem nicht lösen konnte, weil eine komplette Überdachung des Balkons eventuell doch etwas aufwendig wäre, habe mir überlegt, dass das Wasser irgendwie aus der Schale muss.
Zuerst dachte ich an ein Sieb. Ein Sandsieb. Aber die Dinger waren mir zu teuer. Außerdem denke ich, dass es den Vögeln auch nicht sonderlich angenehm ist auf dem Gitter zu stehen und zu speisen.
Gestern kam ich auf das Naheliegendste und habe heute im Schweiße meines Angesicht Löcher in die Schale gebohrt …

An sich wollte ich die Bohrmaschine bemühen, aber die wollte sich nicht mühen, sondern machte zwar viel Lärm, aber keine Löcher ins Plastik. Wahrscheinlich der falsche Bohrer für das Material, aber die anderen in der passenden Größe wollten auch nicht löchern. PüH! Dann nehme ich eben den Handbohrer.

Damit das Wasser auch tatsächlich über die Löcher die Schale verlassen kann, bekam die Schale noch fünf todschicke, jeweils 6g schwere …

… und damit gleich große Bostikkugelfüße …

Warum fünf? Weil fünf einfach weniger kippeln. Genau wie bei einem Bürostuhl.

Jetzt hätte ich gerne Regen, damit ich sehen kann, ob meine Konstruktion Sinn macht.