Unseren Urlaub …

… hatten wir uns anders vorgestellt.

Statt auf unseren Balkon und die davor stehende, immer noch kahle Birke …

zu schauen, wollten wir, wie vor drei Jahren zu unserer Hochzeit, den unverbauten Blick auf die Ostsee …

… und den einen …

… oder anderen …

… Sonnenuntergang genießen. Die Wetteraussichten dafür waren perfekt, aber dank Corona reicht es nur fürs heimische Sofa mit einem sehr unguten Gefühl und vielen unguten Gedanken.
Meine Mutter muss sich mit einem Paket zu ihrem Geburtstag begnügen. Ich dürfte sie zwar besuchen … noch (wer weiß, was sie sich morgen ausdenken) dürfte ich sie besuchen, aber nur für eine Stunde und nur eine Person darf zu ihr. Weil die Fahrerei in keinem Verhältnis zum positiven Effekt stehen würde und der Gatte draußen warten müsste, haben wir auch das abgesagt. So sind wir alle auf der vermeintlich sicheren Seite.

In den letzten Tagen musste ich feststellen, dass ich nicht gut im Hamstern bin.
Zum einen, weil es Dinge, z. B. Mehl, Klopapier, TK-Gemüse nicht gibt. Zum anderen weil ich, wenn ich etwas erbeutet habe, z. B. eine Packung Dinkelnudeln, nicht mehr weiß, wo ich sie hingelegt habe.
Da sieht man mal wieder, dass man auch oder vielleicht auch gerade in solchen Zeiten etwas über sich lernt. Ich habe gelernt, dass ich ein Hamster mit Eichhörnchenhirn bin.

Heute habe ich erfolgreich gehamstert. Ich habe ein Kilo Kaffeebohnen erstanden, bevor der Laden wahrscheinlich ab morgen schließen muss.
Das macht mich sehr stolz.
Noch stolzer macht mich der Umstand, dass ich noch weiß, wo ich den Kaffee hingelegt habe.

Klopapier werden wir sicherlich auch noch irgendwann auch noch abbekommen. Es sit noch nicht ganz so dringend.
Genug Seife hingegen haben wir. War auch nicht so einfach, aber wir konnten gestern noch zwei Packungen Flüssigseife ergattern.

Die Zeiten sind völlig verrückt und verdreht.
Wir sollen möglichst zu Hause bleiben und möglichst wenig in die Öffentlichkeit gehen, aber es ist schon seit nahezu zwei Wochen mühsam einkaufen zu gehen. Es dauert unglaublich lange und man muss viele Geschäfte abklappern, bevor man überhaupt annähernd bekommt, was man braucht.
Da klafft eine riesen Lücke zwischen der politischen Vorstellung von der Verhinderung einer weiteren schnellen Ausbreitung und der sich ergebenden Realität. Höchst unbefriedigend und nervenaufreibend.

Ich würde gern Urlaub von Corona machen. Ein paar Tage nichts darüber hören, sehen, lesen und denken müssen.

2 Gedanken zu „Unseren Urlaub …

  1. Der Mensch wird ja nicht als Hamster 🐹 geboren, und wohl dem,der es gar nicht erst lernen muss. Mit dem Verstecke-vergessen das spricht für die Eichhörnchem-Theorie 🤣 kann ich aber auch sehr gut. Umso größer ist aber die Freude beim Wiederfinden!
    Das mit dem Urlaub ist blöd, saublöd, aber am Ende vielleicht doch die vernünftigste Lösung.
    Das Einkaufen klappt hier in Fernost noch sehr gut, sogar Klopapier gibt es 😉.
    Bleibt gesund, alles andere findet sich….

    Gefällt 1 Person

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