Der Montag …

… startet wie der Sonntag mit Schnee.

Heute gibt es allerdings eine deutlich größere Portion Schnee als gestern. Es schneit immer noch, aber die Flocken werden immer größer, deutlich schwerer und feuchter. Das lässt vermuten, dass uns der anschließende Regen bald erreicht. Wobei mir der Schnee eindeutig lieber ist, weil es die Welt ein wenig heller macht, als der Regen.

Nachdem ich gestern einen Bericht über Taiwan und deren Umgang mit der Corona Pandemie gelesen habe, habe ich mich entschlossen für uns Mundschutze zu nähen und diese dann aus Respekt vor und zum Schutz der anderen im öffentlichen Raum, sprich beim Einkaufen, zu tragen.
Bei unseren täglichen Spaziergängen, die zwar auch im öffentlichen Raum stattfinden, aber eben draußen mit auf jeden Fall genügend freiem Raum und frischer Luft um mich rum, werde ich wohl aufs Tragen verzichten … wahrscheinlich … mal sehen.

Gestern hatte ich einen eher düsteren Corona Pandemie Tag.
In der Nacht hatte ich schlechter als schlecht geschlafen.
Immerhin haben die gut vier schlaflosen nächtlichen Stunden dazu beigetragen, dass ich mein ausgeliehenes Buch doch noch fertig lesen konnte, bevor die Bücherei es mir vom Reader zieht, weil die Leihdauer abgelaufen ist.
Dann gab es das tägliche, mühsame „Erklär mir jeden Tag aufs neue Corona von Anfang an und wann ist es zu Ende“ – Telefonat mit meiner Mutter.
Danach telefonierte ich mit der großen Schwester, die gerade schweren Herzens … noch schweren Herzens ihre KG-Praxis schließt. Quasi vorgezogener Ruhestand Dank Corona. Naja, besser jetzt und ohne Verluste, als später und mit einem großen Loch in der Tasche.
Leider kann ich sie zurzeit nicht durch körperliche Anwesenheit unterstützen. Es muss ein offenes Ohr, das Angebot der Übersendung eines langen LAN-Kabels und das Verfassen von Anschreiben zur Abwicklung der Praxis reichen. Nicht so schlecht, dass ich fast zehn Jahre in der Praxis gearbeitet habe und weiß worum es geht.

Was mich gestern ganz besonders belastet hat, ist die Perspektivlosigkeit.
Dieses keine Pläne machen können, weil ich nicht weiß, wie es, wann auch immer, weitergehen wird.
Das es weitergeht ist klar, aber die Welt wird eine andere sein.
Halt! Das ist falsch formuliert – Das Leben auf dieser Welt wird ein anderes sein.
Zumindest vorübergehend. Denn der Mensch vergisst gern die unangenehmen Dinge.
Es gab schon immer irgendwelche Viren, Seuchen, Erkrankungen, welcher Art auch immer, die die Menschheit ausgedünnt hat … vor große Herausforderungen gestellt hat. Danach strebte die Menschheit bisher immer weiter. Auch nach Corona wird es so sein.
Spannend wird sein, wer die Gewinner der Krise sind.

3 Gedanken zu „Der Montag …

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