Abends werden die Faulen fleißig …

… so oder so ähnlich.

Ich habe heute wieder alles Erdenkliche getan, um nicht die Bilder für meinen Shop bearbeiten zu müssen/können. Damit ich ganz bestimmt nicht fertig werde und endlich wieder befreit etwas anderes tun könnte.

Ich habe mich mit Waschen, Putzen, Einkaufen, Recherchieren, Backen, Kochen und Malen …

… nein, fertig sind die noch nicht …

… vom Eigentlichen abgelenkt.

Dann aber kurz vor knapp habe ich mich doch noch hingesetzt und habe die Bilder für den Shop bearbeitet und bin damit jetzt tatsächlich fertig. *schnell X X X mach*

Morgen früh werde ich alle Ablenkung verbannen (smartes Phone in die unterste Schublade, Telefonklingel ausstellen und meinen Popo an den Stuhl kleben) und dann die Rücksacke in den Shop einstellen und den Shop eröffnen.

Ooooooooooohmmmmmmmmm … es wäre fein, wenn mir das morgen gelingt …

… selbst wenn erst abends die Faulen wieder fleißig werden, wäre es fein. Ein echter Gewinn.

Unserem „Adventkranz“ …

… habe ich ein Kaminfeuer eingebaut.

So richtig mit Echtholz. Musste der Gatte extra in Wald gehen und zusammensuchen.

Ich bin ganz stolz auf ihn … ja, auf den Gatten auch, aber gerade meinte ich meinen Adventskranz mit Kaminfeuer.

Ja, er ist puristisch, aber so bin ich nun mal.

Ja, es brennen alle vier Kerzen von Anfang an, aber wir sind schon groß, darum dürfen wir und sie, die Kerzen und außerdem hasse ich Reste, Stummel, Ungleiches und Übriggebliebenes.

Da ich noch keinen Plan …

… für den heutigen Tag habe und meine Hausschlappen vom morgendlichen Gang auf dem Balkon, um dem Gatten aus dem Haus zu winken, damit ich sicher sein zu kann, dass er weg ist, noch nicht trocken sind, habe ich Zeit und Muße zum Bloggen, bis ich einen Plan habe.

Außerdem muss ich euch erzählen, dass ich heute Morgen den Nikolaus erwischt und der Wohnung verwiesen habe, weil er alles vollgetropft hat …

Ja, er sieht schon ein bisschen arm aus, wie er da so im Regen steht, aber ich hatte trotzdem kein Erbarmen.
Warum? Weil er schlampig gearbeitet hat. Die Verpackung der Gaben für den Gatten hat er einfach hingehunzt …

Ich weiß auch warum. Weil er gestern Nachmittag während der Shopping Queen vor dem Fernseher eingeschlafen und immer nur in den Werbepausen und zur Endpräsentation wach geworden ist (ich vermute, dass er nichts wesentliches verpasst hat). Dann kam der Gatte auch noch früher als sonst nach Hause und so musste er sich sputen die Dinge ins Papier geknüllt zu bekommen. Dann lief auch noch der eigentlich geplante Plan schief … das sehr chice karierte Klebeband wollte auf dem ebenso chicen wie grafisch anderem Geschenkpapier nicht kleben, die auserwählten Stifte waren schon ein wenig fertig mit ihrem Stifteleben (aber konnte ich er vorher wissen, dass ich er nachher Stifte braucht? Der Plan war ja ein anderer) und die letzten fünfunddreißig Papiersterne hat er auch vor mindestens zehn Jahren geschnitzt.
Also ist das Ergebnis sehr mäßig bis mittelmäßig scheußlich.

Aber ich vermute, wenn er denn mal rechtzeitig anfangen würde, würde am Ende durchaus etwas hübsches herauskommen. Vielleicht schafft er es im nächsten Jahr rechtzeitig. dann muss ich ihn nicht in die Kälte rausschicken oder es regnet wenigstens nicht.

Da in mir ein Plan gereift ist, verlasse ich jetzt diesen Platz und begebe mich in die Küche und backe Kekse … vielleicht … vielleicht mache ich auch erst einmal KnusperCornFlakes in Schokolade … aber zuerst nehme ich auf jeden Fall den Fisch für die Fischfrikadellen heute Abend aus dem Tiefkühler … auf dem Weg in die Küche könnte ich ein wenig Kloreiniger ins Klo schütten und dann könnte ich mir noch den Staubsauger an den Hintern binden und anmachen … anmachen muss ich auch noch den Strom an des Gattens Schreibtisch, damit sich sein Schlepptop mit Strom vollsaugen kann … vielleicht sollte ich vorher noch ein Paket packen und mich bei meinem neuen Mobilfunkanbieter anmelden … ich glaube, ich haben doch noch keinen Plan … keinen guten Plan … eher einen losen, wild und wirr bekritzelten Zettel … habt einen schönen Nikolaus!

Es ist angerichtet

Da einige unserer geflügelten Besucher mit der Bedienung der Futtersäule …

… nicht klar kommen, habe ich mich von ihnen breit hüpfen lassen und serviere nun auch in einem Blumenuntersatz auf dem Balkonboden.

Nun herrscht hier quasi eine zwei Klassengesellschaft, die aber erstaunlich schnell angenommen wurde.

Die Qualität der Bilder ist so schlecht, weil zum einen die Scheibe dreckig ist und ich zum anderen den Handyzoom bemühen musste …

Die Meisen kommen unten nur kucken und fliegen dann nach oben, um an der Futtersäule Futter zu zocken.

Der Dompfaff hingegen gehört zur Gruppe: Ich stehe lieber in meinem Essen. Und das wenn, dann ziemlich ausdauernd … gibt ja auch immer was zu schauen …

Die Schale steht ganz günstig. So kann er beim Fressen durch die Spalten zwischen den Balkonverblendungen hindurchsehen. Sonst würden vielleicht noch Beschwerden über das matte, undurchsichtige Glas kommen.

Eigentlich ist das am Boden in der Schale Füttern aber blöd. Das Futter wird ständig feucht, bzw. schwimmt bei dem vielen Regen, den wir in letzter Zeit hatten, munter in der Schale herum. Den ersten Satz Meisenknödel, zum Beispiel, hat mir der Regen schon ruiniert …

Nicht nur, dass das Getreide lustig ausgetrieben hat, nee, der ganze Kram ist auch noch geschimmelt … Iiiiiiigittt … schüttel …

Nachdem ich viel hin und her überlegt habe, wie ich das Wasser nicht in die Schale bekomme und dieses Problem nicht lösen konnte, weil eine komplette Überdachung des Balkons eventuell doch etwas aufwendig wäre, habe mir überlegt, dass das Wasser irgendwie aus der Schale muss.
Zuerst dachte ich an ein Sieb. Ein Sandsieb. Aber die Dinger waren mir zu teuer. Außerdem denke ich, dass es den Vögeln auch nicht sonderlich angenehm ist auf dem Gitter zu stehen und zu speisen.
Gestern kam ich auf das Naheliegendste und habe heute im Schweiße meines Angesicht Löcher in die Schale gebohrt …

An sich wollte ich die Bohrmaschine bemühen, aber die wollte sich nicht mühen, sondern machte zwar viel Lärm, aber keine Löcher ins Plastik. Wahrscheinlich der falsche Bohrer für das Material, aber die anderen in der passenden Größe wollten auch nicht löchern. PüH! Dann nehme ich eben den Handbohrer.

Damit das Wasser auch tatsächlich über die Löcher die Schale verlassen kann, bekam die Schale noch fünf todschicke, jeweils 6g schwere …

… und damit gleich große Bostikkugelfüße …

Warum fünf? Weil fünf einfach weniger kippeln. Genau wie bei einem Bürostuhl.

Jetzt hätte ich gerne Regen, damit ich sehen kann, ob meine Konstruktion Sinn macht.

Das FreitagsMilchKaffeeGesicht …

… sieht ungefähr so aus, wie ich mich fühle.
Dieses Jahr hat mir wirklich arg zugesetzt und ich kämpfe im Moment sehr mit meiner Depression und mit der Angststörung (gestern hätte sie fast gesiegt und mich nicht aus der Wohnung gelassen, aber ich habe mich nachmittags doch noch aus der Wohnung geschleppt und bin mit weichen Knien, hoch gezogenen Schultern und bei jedem lauteren Geräusch zusammenfahrend durch die Gegend gewankt und habe es sogar in den Supermarkt geschafft).

Da mein Allgemeinzustand nicht so toll ist, ist es umso wichtiger, dass ich bei aller Pflichterfüllung auch etwas für mich tue, was mir gut tut.
Meistens vergesse ich leider was mir gut tut und bin dann umso entzückter, wenn es mir wieder einfällt.
Gestern zum Beispiel fiel es mir ein. Zwar auch nur über den Umweg – „Ach ja, ich wollte ja Andrea als Dank ein Paar Handstulpen für den kalten Winter draußen bei den Alpakas aus Cody stricken.“

Also habe ich den gewaschenen Cody und die Handkarden herausgeholt …

… habe das Alpaka gekämmt.
Aus diesem 7g Häufchen …

… wurde dieses 7g Wölkchen …

So flauschig. Einfach toll.

Jetzt muss ich mich ein bisschen ran halten und mehr Cody waschen, damit ich mehr kardieren, dann spinnen und letztendlich die geplanten Dankes-Handstulpen stricken kann.
Der Unterschied zwischen gewaschen und ungewaschen ist wirklich immens …

Ja, die linken und die rechten Faser stammen tatsächlich vom selben Tier.
Ich habe nachdem ich die erste Fuhre Fasern gewaschen hatte, bei der Besitzerin nachgefragt, ob sie den Sand wieder haben möchte. Es kam schon aus der kleinen Ladung Fasern die halbe Sahara raus. Verständlich, Alpakas haben nichts besseres zu tun, als Fressen und sich im Sand zu suhlen.

Im Sommer durfte ich die edlen Wollspender besuchen. Zum einen ist da Cody …

Zu dem Zeitpunkt lag die Schur schon zwei Monate zurück. Was ganz gut ist. Man sieht die „Mähspuren“ nicht mehr so.
Cody ist ein Wallach und nur darum darf er in der kleinen, im Aufbau befindlichen Herde leben.
Neben Cody gibt es noch Mutter und Kind (die Namen habe ich leider vergessen) …

Das vorne liegende Alpakababy ist auf dem Bild gerade drei Tage alt. Eine wirklich Süße.

Man beachte die für Alpakas typisch eingeknickten Vorderbeine.

Das hier ist die verfressene Helene. Eine total Hübsche, die an diesem Tag Geburtstag hatte und so viel fressen durfte, wie sie wollte und sie wollte viel und hing ständig mit ihrer Schnauze im Futterbeutel, wenn man ihr nicht schnell genug die Möhrenstücke angereicht hat.
Dann gibt es noch Achille …

Achill ist der Erstgeborene der obigen Mutter, deren Name mir nicht einfällt und somit der Bruder von dem diesjährigen Fohlen, mit dem ebenfalls von mir vergessenen Namen. Ich weiß nur, dass er mit B anfängt. Aber auch nur weil es logisch ist … Achille, der Erstgeborene der jungen Herde und nach A folgt B.

Achille hat inzwischen die Herde verlassen. Er wurde gegen zwei bunte Stuten getauscht, damit er in der eigenen Herde keinen Unfug anstellt und weder Mutter noch Schwester besteigt. Zwei Stuten als Tausch, weil Achille gute Gene hat und man davon ausgeht, dass er ein guter Deckhengst wird. Außerdem hat er für einen Hengst… einen pubertierenden Hengst ein sanftes Gemüt.

Der Ausflug zu den Alpakas hat mir viel Freude gemacht. Obwohl es brüllend heiß war, ich nur das klapprige Familien-an-Besucher-Ausleihfahrrad der großen Schwester fahren durfte, bei dem alle naslang die Kette abgesprungen ist (inzwischen war das Fahrrad in der Werkstatt, hat man mir berichtet … ich habe ihm den Rest gegeben :O))) ) und ich mich nebenbei, weil es auf dem Weg lag, um den Anschub der Wohnungsentrümpelung von meiner Mutters Wohnung kümmern musste.

Ich wurde sogar darum gebeten die Alpakas nebst den dazugehörigen Menschen möglichst bald wieder zu besuchen. Und wenn ich mich im nächsten Jahr früher entscheiden kann, dass ich Alpakawolle will, bekomme ich nicht nur weißen Cody, sondern auch andere Farben. Eigentlich ist es mir egal. Zur Not kann man die Fasern färben und da ist Weiß sowieso die beste Option. Allerdings wäre so ein Helene-Fließ schon schön. Helenes Farbe ist toll.

Beim Schreiben merke ich gerade wie gut mir der Besuch der Alpakas wirklich getan hat. Vielleicht sollte ich das bald wiederholen.
Beim nächsten Besuch in Berlin zwei Stunden bei den Alpakas einplanen. Kucken, staunen, die Alpakas mit Möhrenstückchen vollstopfen und mit ein bisschen Glück ein wenig Flauschen. Die mögen nämlich nicht gern gestreichelt werden. Kann ich aber gut verstehen. Ich lasse mich auch nicht von jedem Flauschen.
Die verfressene Helene ist manchmal zu einem Tauschhandel bereit: Möhre gegen einmal Flauschen lassen.

Gestern Morgen …

… habe ich für einen netteren Arbeitsplatz …

den Balkon „abgeerntet“. Nun zieren die letzten Hortensienblüten mein Fensterbrett.

Ein bisschen was los ist trotzdem noch auf dem Balkon. Hier …

… da …

… und da

… werfen die Pflanzen noch mit ein paar Blüten nach mir.
Liegt wahrscheinlich daran, dass die armen Blumen ein wenig verwirrt sind, weil sie zur allerbesten Sommerzeit sechs Wochen lang ihr Dasein in der Wohnung fristen mussten.
Wir haben … unser Balkon hat eine „neue“ Bodenplatte bekommen. Er hat natürlich keine neue Bodenplatte bekommen. Die alte Bodenplatte wurde nur von Dreck und Unebenheiten befreit und dann neu gestrichen. Aber sowas dauert und es waren immerhin 21 Balkone zu verunstalten.

Ja, verunstalten. Wir haben nämlich jetzt einen Hochglanzbalkonboden.

Kein Scheiß! Der Boden ist nicht nass. Rechts unten sieht man ein paar Tropfen. Dort ist er nass. Der Rest ist Hochglanz.

Keine Ahnung wer sich das ausgedacht hat, aber es ist Mist. Sieht nicht nur Mist aus, sondern ist auch noch glatt. Ganz großartig! Schlecht gemacht und hingehunzt ist Boden zu allem Überfluss auch noch.

Aber! nach vier Jahren ist der Balkon nun endlich fertig. Ich hoffe zumindest das die Eigentümergemeinschaft nun zufrieden ist und wir im nächsten Jahr den Balkon die ganze Zeit nutzen können.

Da ganz fürchterlich laut nach mir gerufen wird …

… rechts ein Rucksack, links der Einkaufszettel und im Hintergrund das bisschen Haushalt, mache ich mich jetzt wieder aus dem Blog.

Allseits einen schönen Tag!

Start up …

… für mehr Platz für mich in meinem eigenen Leben möchte ich das nennen, an dem ich mich gerade versuche.
Zu diesem Start up gehört auch der Versuch wieder regelmäßig zu bloggen. Dies sogar mit der Maßgabe ein wenig Geld damit zu verdienen.
Mal sehen wie weit und wohin es trägt und ob und wenn ja, wie schnell ich wieder an den Dornenhecken meines Lebens strauchle, mich verheddere, hängenbleibe und meine eigenen Ziele aus den Augen verliere.

Die letzten Monate waren wirklich hart, aber ich habe die Hoffnung, dass es irgendwann tatsächlich besser wird nicht aufgeben.

Nähen ist nach wie vor noch das, was mir im Moment am meisten Spaß macht und mich am besten ablenkt/entspannt.
Es sind schon viel schöne Rucksäcke und kleine Täschchen entstanden.

Unter anderem habe ich für meine Mutter, damit sie mehr Platz in ihrem Bett hat und nicht dauernd die vielen Kleinigkeiten aus dem Bett fallen, BettTaschen genäht.

Ich habe lange an etwas Sinn machendem herumgegrübelt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Die Tasche wird per Klettverschluss geschlossen. Es erschien mir als das einzig Sinnvolle, weil die kognitiven Fähigkeiten immer mehr nachlassen und so ein Klettverschluss leicht zu begreifen ist,

Diese Tasche ist ungefähr DINA4 groß. Es würde ein Schreibblock und diverser anderer Kleinkram hineinpassen. Ich hatte es eigentlich als Parkplatz für ihr Tablet gedacht.

Die Tasche wird ebenfalls per Klettverschluss an ihrem Bettgitter (nein, noch ist sie nicht eingeknastet, aber Pflegebetten haben zumindest auf einer Seite immer ein Bettgitter) befestigt, …

… ist also schnell angebracht, aber zum Beispiel zum Bett machen genauso schnell wieder entfernt.

Weil ich aus Erfahrung weiß, dass meine Mutter nie genug Platz haben kann, habe ich ihr noch eine zweite, etwas kleine BettTasche genäht.

Die ist in etwa DINA5 groß und funktioniert genauso.

Die Taschen haben großen Anklang gefunden. Sowohl bei meiner Mutter als auch beim Pflegepersonal.

Und weil gerade per WhatsApp von meiner Mutter folgende Frage kommt:

habe Propleme mit cookies, brauche ich die? sind sie kostenlos?was ist so toll an den Dingern.

Mache ich mich jetzt vom Acker und versuche ihr die Sache mit den so wenig tollen Internetkeksen zu erklären.