Sich in den Finger zu schneiden …

… ist an sich schon nicht so eine gute Idee, aber zu Coronazeiten ist die Idee, wenn man nicht genügend Pflaster im Haus hat noch viel dümmer.
Ich war leider am Sonntagabend, als ich dem Lachs die Haut gezogen habe, so dumm und haben mir sehr, sehr großzügig, sowohl was die Breite des Schnitts, als auch die Tiefe angeht, in den linken Zeigefinger geschnitten. Es hat zum einen den Vorteil, dass ich jetzt weiß, dass ich das Messer ganz ordentlich geschärft habe, aber den Nachteil, dass ich nun gezwungenermaßen regelmäßig ein Pflaster brauche. Leider ist unser Pflaster Bestand nicht mehr so groß. Das war mir schon eine Weile bekannt und ich war bereits bemüht gewesen diesen Pflastermangel zu beseitigen. Ging aber nicht. Hier ist in sämtlichen Drogerien, Apotheken und anderen Läden, in denen ich die von mir heiß begehrte Ware bekommen könnte, nichts zu finden. Ich möchte gar nichts besonderes, sondern das ganz normale, klassischen Heftpflaster. Einziges „Luxus Attribut“ ich will das von Hansaplast … ich hätte aber inzwischen, wenn ich welches gefunden hätte, auch 0815 Billigpflaster genommen, auch in dem Wissen, dass es nicht richtig kleben wird. Aber hier ist rein gar nichts zu bekommen.
Ja, ich kann wasserfestes, sensitives, antibakterielles oder was die Dinger noch alles können, bekommen. Will ich aber nicht. Unter den Dingern herrscht so ein Klima, dass die Wunde immer schwitzt … feucht ist. Das ist nicht gut. Außerdem haben die Dinger auch immer überall rundum Kleber, was ich nicht mag und nur vorgegebene Größen. Mein Finger hat aber seine ganz eigene, individuelle Größe.
Um endlich zum Punkt zu kommen: ich weiß nicht, was die Menschen mit Mengen von Heftpflaster machen … wofür sie sin der Corona Krise brauchen oder warum nicht ausreichend welches produziert wird, denn auch bei der Suche im Internet habe ich eine Weile gebraucht, bis ich jemanden gefunden habe, der mir Pflaster verkauft. Bis das geliefert wird, halte ich meine linke Hand ganz ruhig und teile mir das noch vorhandene Pflaster ein (die Abschnitte werden immer kleiner, langsam muss ich aufpassen, dass ich nicht zu klein abschneide und dann die Hälfte der Wunde rauskuckt) und versuche beim Händewaschen den linken Zeigefinger nicht dauernd unter Wasser zu setzen. Wird ja quasi auch nicht dreckig, wird schließlich geschont.

So eine böööööse Verletzung hat aber den Vorteil, dass ich mich, damit der Finger geschont wird, um andere Dinge kümmern kann. Ums Malen zum Beispiel.
Das NichtenKind hatte sich in Fridolin-Baltasar (ganz runterscrollen) und in den Schnecken fressenden Waschbären, …

… den ich für meine Schwester, als Begleitung der MundNaseBedeckungen, die ich ihr genäht hatte, mit in das Paket gelegt hatte, verliebt und stellte nun die Frage, wie sie an eines meiner Werke kommt.
Die Frage war quasi die Antwort und darum hat das NichtenKind von mir einen Ausdruck von Fridolin-Baltasar bekommen und ihr ganz eigenes Bild …

Dieses freundliche Alpaka hat sich heute auf den Weg zu ihr gemacht. Ich hoffe, es erheitert ihr den Arbeitsalltag, denn es soll an der Wand bei ihrem Schreibtisch hängen.

Ich hatte viel Spaß beim Malen und habe meinen Finger geschont. Gleich werde ich ihn noch ein wenig mehr schonen und noch ein bisschen malen. Morgen schone ich auch noch meinen Finger und beziehe nach dem Entfernen des linken verkrüppelten Backenzahns die dann entstandene Großraumlücke, die nachdem den richtigen Einsatz von Nadel und Faden hoffentlich nicht mehr so groß und klaffend ist, ins Schonprogramm ein.
Ich grusel mich nur ein ganz kleines bisschen vor morgen ………………………….

Schlecht schlafen …

… kann ich zwar schon recht lange gut (… übrigens – vielen Dank dafür liebe Wechseljahre, ihr seit einfach großartig), aber die heutige Nacht hat mich echt geschafft.
Dieses Mal war aber der Mond schuld. Er schien so hell und grell in mein Bett, dass ich nicht einschlafen konnte. Nicht Einschlafen können hat zwar den Vorteil, dass man auch nicht ständig aufwachen kann, um dann nicht einschlafen zu können, aber macht auch nicht froh.

Nach dem ich mich genug gedreht und gewendet hatte, bin ich entnervt aufgestanden und habe mich in mein Zimmer geschlichen, es mir gemütlich gemacht und ein bisschen gemalt.
Zuerst habe ich den Bummelz für den Gatten fertig gemalt.

Danach habe ich noch ein paar Kreise gemalt.

Höchst meditativ und tatsächlich entspannend.

Nachdem ich das Schwein, den Schmetterling und den Käfer in meinen Kreisen entdeckt hatte, war es zwanzig nach drei.
Anscheinend eine gute gute Uhrzeit um sich mit schmerzendem Kopf, kalten Füßen und müden Augen, die sich nach der Helligkeit und den vielen Kreisen nicht an die Dunkelheit gewöhnen wollen, anstoßfrei ins Bett zu schleichen. Eigentlich müsste ich nicht schleichen. Den Gatten weckt so leicht nichts, aber ich bin trotzdem sehr ehrgeizig bei meinen nächtlichen Streifzügen möglichst leise zu sein.
Das letzte Mal sah ich um 03:45 Uhr auf den Wecker. Danach bin ich dann doch endlich ins Schlafland gereist. Nicht lange, aber immerhin Augen zu und weg.
Heute zeigt sich allerdings deutlich, dass es in letzter Zeit mal wieder viel zu wenig Schlaf gewesen ist. Ich bin bleiern müde, ohne Antrieb, hab Kopfschmerzen, schleppe mich von Hausfrauenaufgabe zu Hausfrauenaufgabe und fresse alles auf, was sich mir in den Weg stellt oder was ich mühsam im Kühl- oder Vorratsschranks suchen muss … das aller deutlichste Zeichen, dass ich todmüde bin. Mir ist zwar nicht klar, wie Essen gegen Müdigkeit helfen soll, aber mein tiefstes Inneres wird es wissen. Ich vertrau ihm einfach mal, obwohl es definitiv nichts von Kleidergrößen und deren unbeugsame Bedeutung versteht …

Abends werden die Faulen fleißig …

… so oder so ähnlich.

Ich habe heute wieder alles Erdenkliche getan, um nicht die Bilder für meinen Shop bearbeiten zu müssen/können. Damit ich ganz bestimmt nicht fertig werde und endlich wieder befreit etwas anderes tun könnte.

Ich habe mich mit Waschen, Putzen, Einkaufen, Recherchieren, Backen, Kochen und Malen …

… nein, fertig sind die noch nicht …

… vom Eigentlichen abgelenkt.

Dann aber kurz vor knapp habe ich mich doch noch hingesetzt und habe die Bilder für den Shop bearbeitet und bin damit jetzt tatsächlich fertig. *schnell X X X mach*

Morgen früh werde ich alle Ablenkung verbannen (smartes Phone in die unterste Schublade, Telefonklingel ausstellen und meinen Popo an den Stuhl kleben) und dann die Rücksacke in den Shop einstellen und den Shop eröffnen.

Ooooooooooohmmmmmmmmm … es wäre fein, wenn mir das morgen gelingt …

… selbst wenn erst abends die Faulen wieder fleißig werden, wäre es fein. Ein echter Gewinn.