Geschlüpft …

… ist gestern noch der Rucksack fürs Nichtenkind.

Ganz schlicht, wie sie es am liebsten mag.

Für mich ist bei jedem Rucksack die Geburt, also das Wenden, der spannendste Moment … naja, vielleicht sind die Momente, in denen ich etwas wieder auftrennen muss, weil ich unkonzentriert war und Grütze genäht habe, z.B. stellt sich nach dem Wenden heraus, dass das Schlüsselband auf der falschen Seite – sprich außen, statt innen drin, ist, noch spannender … neben allem Ärger.
Spannend ist es, weil ich immer hoffe und bange, dass ich das, was ich genäht habe, wieder heil auseinander bekomme. Ich habe nämlich die Tendenz bombensicher zu nähen … nein, das ist kein Auftrenn-Vergnügen.
Aber bei diesem Rucksack stimmte alles. Er war sogar höchst willig, sich wenden zu lassen.

Nur im Inneren durfte es etwas „wilder“ sein.

Während ich heute die kleine vormittägliche Haushaltsrunde bestritten habe, habe ich überlegt, was ich als nächstes mache.
Entweder nähe ich das Hemd fürs Kind fertig – eine echte Herausforderung, weil ich noch nie ein Hemd genäht habe … aber immerhin habe ich schon den Kragen dran. Jetzt müsste ich mich an die Ärmel … die Manschetten machen, wenn die so kompliziert sind wie der Kragen, dann Halleluja!
Oder ich nähe die Geburtstagstasche für meine Mutter.
Oder ich nähe etwas ganz anderes.
Oder es klingelt gleich und der Mann vom Paketdienst überreicht mir meine bestellten Aquarellpinsel. Dann kann ich ein wenig vor mich hin … im Zweifel gern auch auf mich drauf, klecksen.
Oder ich setze mich irgendwo bequem hin, lesen das angefangene Buch weiter und nicke dabei bestimmt ein.
Oder … nein, alles klar – meine Pinsel kommen!

Spieltrieb oder Frau Pingel am Werk

Ich nähe gerade fürs Nichtenkind einen langweiligen grauen Filzrucksack.

Im Moment bin ich beim Innenfutter und Nähe die Tasche auf …

Muss ordentlich … alle Zebras mit Kopf und den Füßen an der richtigen Stelle.

Ja, ich weiß, sieht kein Mensch. Ist innen, aber trotzdem 😁.

Ich habe fertig! …

… und bin ganz froh …

Der Shop ist eröffnet.

Jetzt kann ich endlich wieder etwas nähen und muss mich nicht mit irgendwelchen Texten und unflexiblen Bildgrößen rumärgern. Vorerst ;O).

Ja, Werbung. Definitiv. In eigener Sache.

Abends werden die Faulen fleißig …

… so oder so ähnlich.

Ich habe heute wieder alles Erdenkliche getan, um nicht die Bilder für meinen Shop bearbeiten zu müssen/können. Damit ich ganz bestimmt nicht fertig werde und endlich wieder befreit etwas anderes tun könnte.

Ich habe mich mit Waschen, Putzen, Einkaufen, Recherchieren, Backen, Kochen und Malen …

… nein, fertig sind die noch nicht …

… vom Eigentlichen abgelenkt.

Dann aber kurz vor knapp habe ich mich doch noch hingesetzt und habe die Bilder für den Shop bearbeitet und bin damit jetzt tatsächlich fertig. *schnell X X X mach*

Morgen früh werde ich alle Ablenkung verbannen (smartes Phone in die unterste Schublade, Telefonklingel ausstellen und meinen Popo an den Stuhl kleben) und dann die Rücksacke in den Shop einstellen und den Shop eröffnen.

Ooooooooooohmmmmmmmmm … es wäre fein, wenn mir das morgen gelingt …

… selbst wenn erst abends die Faulen wieder fleißig werden, wäre es fein. Ein echter Gewinn.

Gestern Morgen …

… habe ich für einen netteren Arbeitsplatz …

den Balkon „abgeerntet“. Nun zieren die letzten Hortensienblüten mein Fensterbrett.

Ein bisschen was los ist trotzdem noch auf dem Balkon. Hier …

… da …

… und da

… werfen die Pflanzen noch mit ein paar Blüten nach mir.
Liegt wahrscheinlich daran, dass die armen Blumen ein wenig verwirrt sind, weil sie zur allerbesten Sommerzeit sechs Wochen lang ihr Dasein in der Wohnung fristen mussten.
Wir haben … unser Balkon hat eine „neue“ Bodenplatte bekommen. Er hat natürlich keine neue Bodenplatte bekommen. Die alte Bodenplatte wurde nur von Dreck und Unebenheiten befreit und dann neu gestrichen. Aber sowas dauert und es waren immerhin 21 Balkone zu verunstalten.

Ja, verunstalten. Wir haben nämlich jetzt einen Hochglanzbalkonboden.

Kein Scheiß! Der Boden ist nicht nass. Rechts unten sieht man ein paar Tropfen. Dort ist er nass. Der Rest ist Hochglanz.

Keine Ahnung wer sich das ausgedacht hat, aber es ist Mist. Sieht nicht nur Mist aus, sondern ist auch noch glatt. Ganz großartig! Schlecht gemacht und hingehunzt ist Boden zu allem Überfluss auch noch.

Aber! nach vier Jahren ist der Balkon nun endlich fertig. Ich hoffe zumindest das die Eigentümergemeinschaft nun zufrieden ist und wir im nächsten Jahr den Balkon die ganze Zeit nutzen können.

Da ganz fürchterlich laut nach mir gerufen wird …

… rechts ein Rucksack, links der Einkaufszettel und im Hintergrund das bisschen Haushalt, mache ich mich jetzt wieder aus dem Blog.

Allseits einen schönen Tag!

Nähen als Therapie

Gestern Vormittag führten zwei Telefonat mit der großen Schwester in Berlin, die sich, nachdem die Wohnung unserer Mutter leer ist, netterweise vor Ort um die Renovierung der Wohnung kümmert, damit ich nicht schon wieder nach Berlin muss, zu ziemlich viel Frust, Ärger und Grübeleien.

Damit ich nicht mehr darüber Grübeln und nicht mehr Nichts tun musste, habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt und Hirn und Hände beschäftigt (für mich ist es leichter Nichts zu denken, wenn ich das Hirn mit anderen, produktiven Dingen beschäftige. Zumindest tagsüber. Vielleicht fange ich bald an auch nachts zu nähen, aber bevor ich das mache, sollte ich mich des Nächtens lieber mit dem Lösen vom Matheaufgaben beschäftigen. Vertreibt auch das Grübeln und vielleicht auch das Nicht schlafen können).

Herauskam der Prototyp eines Einfach-Rucksack:

Es passt ganz bequem ein dickerer DIN A4 Hefter/Ordner/Sammelmappe hinein …

Er geht auch mit Sammelmappe im Bauch bequem zu und bietet noch dem einen oder anderen Platz … ich würde noch mein Notebook und mein Portemonnaie hineinbekommen, also alles, was ich für einen Tagesausflug, zum Beispiel nach Berlin, brauche.

Innen ist er gefüttert (ein hungriger Rucksack würde bestimmt nicht so gute Dienste tun ;O))) ) und hat eine Innertasche, die zum Beispiel das smarte Phone beherbergen kann.

Das nächste Modell wird innen noch einen kleinen Karabinerhaken bekommen, damit man den Schlüssel nicht in den Tiefen suchen muss. Bei diesem habe ich es schlicht vergessen.

Das Nichtenkind hat sich schon einen bestellt, aber bitte ohne Einhorn. Der Gatte möchte einen aus dem Rest des Elchbeutelstoffs, den ich, wenn ich lieb darum bitte, auch benutzen darf.