Natürlich kann man …

… einfach in den Supermarkt gehen und ein Glas Nuss-Nougat-Creme kaufen. Macht wesentlich weniger Arbeit, Krach und Dreck. Schneller geht es auch noch.

Aber selbstgemacht …

… ist viel viel leckerer. Richtig schön nussigschokoladig und nicht so entsetzlich süß.

So habe ich wirklich eine Nuss-Nougat-Creme, die den Namen verdient und keine Zucker-Creme, an deren zweiter Stelle der Zutatenliste Palmöl steht und dann erst Haselnüsse mit der stattlichen Angabe von 13% (wieder zusammengebaut würde die Menge wahrscheinlich die berühmten „Drei Haselnüsse“ ergeben) erscheinen.

Für mich lohnt sich die Mühe auf jeden Fall. Ich bin auch gar nicht böse über die Reste, die im Becher und am Pürierstab hängenbleiben. Ich bin da eher großzügig, weil ich dann mehr zum Abschlecken haben.
Das 500g Glas wird trotzdem gut voll …

Hält natürlich nicht so lange frisch, wie gekaufte Nuss-Nougat-Creme, sondern schimmelt ganz altmodisch, wenn man sie mal nicht schnell genug aufisst. Selbst das finde ich ganz wundervoll, weil es mir zeigt, dass manche Dinge doch noch natürlichen Abläufen unterliegen.

Mal ehrlich: Wann wird von dem ganzen industriell gefertigten Lebensmitteln mal etwas schimmelig?

Hier so gut wie nie. Neulich habe ich ein gekauftes Pesto erwischt, aber das war auch bio. Also mit ungefähr nur halb so vielen unnützen Zusatzstoffen.

So … das war das „gesunde“ Wort zum Wochenanfang.

Ich geh jetzt in die Küche zu Ende aufräumen und nochmal an der Nuss-Nougat-Creme rum löffeln.

Das Nähfieber …

… hat mich voll erwischt. Hätte ich nie gedacht, aber ist so.

Nach meiner Schnellscheisserhose habe ich der großen Schwester erfolgreich eine auf den Hintern genäht.
Die Hose sitzt tatsächlich so, als hätte ich Mass genommen. Habe ich aber nicht, sondern einfach nur Pia mal Daumen – so wie ich meine Schwester vor meinem geistigen Auge hatte, habe ich die Hose drum rum genäht. Hat gepasst.

Danach war ich dann vier Tage in Berlin und konnte nicht nähen. Das war echt furchtbar.
So furchtbar, dass ich in den letzten Tagen ein T-Shirt …

… es hängt gerade, um sich von mir zu erholen, feucht auf dem Balkon herum. Am Ausschnitt musste ich ein wenig pfuschen, weil er nicht saß …

Ist aber Qualitätspfusch und sieht beim Tragen aus, als wenn es so gehört und sich das jemand von Anfang an so ausgedacht hat. (… ja, die Nähte dürften noch etwas gerade sein, aber das ist das erste, dafür sind die Nähte versäubert, was heute anscheinend niemand mehr macht … was machen die mit dem Gefranse?)

Als nächstes weckte ein Stufenrock meine Begehrlichkeit.
Weil ich mir nicht so sicher war, ob mir das Rezept so zusagt, wie es jemand aufgeschrieben hatte und mir der dafür angedachte Stoff für einen Fehlschlag zu teuer war, habe ich Probe genäht. Mit dem Erfolg, dass ich jetzt zwei Stufenröcke besitze …

Der linke ist der Proberock aus Resten. Oben Baumwolljersey und unten grünes Leinen, der Rest von der Schwesterhose. Hat gefallen und gepasst und darum habe ich mir gestern aus dem Edelleinen einen zweiten Rock genäht …

Ein Tragefoto. Auf Grund der momentanen Verdunklung wegen Sommerhitze grottenschlecht. Damit man sieht wie schön der Stoff wirklich ist, gibt es noch ein weiteres nichts sagendes Foto … (aber wenn man das richtige Foto einfügt, sieht es gleich viel besser aus … ja … genau … so … in etwa …)

Weil ich tatsächlich hochfiebernd bin, sitze ich gerade hier und entwickle die Umsetzung fürs nächste Projekt …

Aus diesen beiden Stoffen, …

… plus ein bisschen Alcantara und Strippe soll ein ganz wunderbarer Einhorn-Einfach-Rucksack werden.

Muss los. Muss nähen.

Erfolgreich geschrumpft …

… mein Hosen-Erstlingswerk.

Es war ein mühsamer Weg, aber ich bin zufrieden. Sehr sogar.
Die Hose ist total gemütlich und da sie aus Leinen ist, ist sie eine sehr edle Form der gemütlichen Hosen und sogar ausgehfein. Und das obwohl diese Art der Hosen, auf Grund des Gummizugs im Bund, im Familienjargon Schnellscheißerhose genannt werden.
Dank meiner eigenwilligen Lösung an den Hosenbeinen kann ich sie in zwei Längen tragen.

Entgegen des ursprünglichen Schnittes habe ich mir hinten noch zwei Gesäßtaschen drauf gebastelt (sogar so groß, dass das smarte Phone nur einen ganz kleinen Tick herausschaut :O) )

Die Gesäßtaschen habe ich, weil meine neue Nähmaschine das kann, mit jeweils drei Krönchen …

… versehen.

Am händischen zunähen von Nähten, sprich dem Blindsäumen, muss ich noch deutlich üben …

… aber ist ja nur für mich und innen.

Da ich nun eine ungefähre Vorstellung von den Größen Verhältnissen habe, kommt als nächstes die Schnellscheißerhose für die große Schwester unter den Nähfuß. Nähen ist nämlich irgendwie richtig toll.
Innerhalb eines nicht allzu großen Zeitfenster hält man etwas Fertiges in den Händen.

Um die neue Nähmaschine einzuweihen und weil ich mit meinem Rosenbeutel nicht ganz zufrieden war und hier noch der Elchstoff für einen neuen Elchbeutel herumlag, nähte ich den Elchbeutel …

Er ist so geworden, wie ich es erdachte. Hat genau die richtige Größe. Keine Hand kann bis in die Tiefen vordringen und es passt viel rein. Zum Beispiel auch ein breiter DIN A4 Aktenordner oder Paula, mein Notebook. Es passt sogar beides.

Meinen Lieblingsknopf habe ich unter- und angebracht …

Innen hat der Elchbeutel eine kleine Tasche und ich habe eine Schlaufe mit Karabiner eingenäht, …

… sodass ich meinen Schlüssel dort einhaken kann und die Suche nach ihm in den Tiefen des Beutels aufhört.
Und weil die Nähmaschine auch das kann, habe ich meinen Namen „eingestickt“ …

ja, an der Innentasche ist es schlampig, aber da wollte der Unterfaden nicht so wie ich und ich habe es zu Erinnerung so gelassen (… falls dieser Fehler mal wieder auftritt und ich dann nicht mehr wissen sollte wie man ihn beseitigt)

Ich freu mich und eile jetzt zum Zahnarzt (nein, darüber oder darauf freue ich mich nicht, gehe aber trotzdem und nehme den Elchbeutel mit).